
FR26.12 Cucuron & Meyrargues
Nachdem wir Lourmarin hinter uns gelassen hatten und weiter grob in Richtung Aix-en-Provence unterwegs waren, entdeckten wir Cucuron auf der Karte. Der Ort hatte sowohl eine hübsch aussehende Altstadt als auch einen schattigen Platz, von dem aus wir arbeiten konnten.
Wir packten früh am Morgen zusammen und machten uns auf den Weg nach Cucuron. Dort angekommen stellten wir erfreut fest, dass die Kommentare auf Park4Night nicht zu viel versprochen hatten: jede Menge schattige Parkplätze in perfekter Laufdistanz zum Dorf.
Unsere Mittagspause gab uns die erste Gelegenheit zur Erkundung und wieder einmal waren wir begeistert davon, wie schön diese kleinen französischen Dörfer sind. Ja, langsam wird das etwas eintönig, aber es ist nun wirklich nicht unsere Schuld, dass hier einfach alles schön ist!
Leider dauern Mittagspausen nur begrenzt lange, also ging es zurück an die Arbeit. Wir sorgten allerdings dafür, später noch einmal zurückzukommen, um uns ein unglaublich leckeres Eis und einen himmlischen Milchshake zu gönnen.
Für die Nacht wollten wir dort allerdings nicht bleiben, denn der Parkplatz diente gleichzeitig als Zwischenlager für Baumaterialien und wir hatten wenig Lust, am nächsten Morgen von einem Berg Steine eingeschlossen zu werden.
Park4Night und Google Maps zeigten uns einen abgelegenen Platz in der Nähe eines alten Aquädukts und wir beschlossen, ihn auszuprobieren. Zunächst mussten wir allerdings noch Grauwasser entsorgen und Frischwasser auffüllen. Das erwies sich als deutlich schwieriger als erwartet.
Offenbar gibt es in dieser Gegend Frankreichs kaum Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Wir machten einen 30-minütigen Umweg, nur um festzustellen, dass das Frischwasser abgestellt war. Immerhin konnten wir unser Grauwasser loswerden und beschlossen, dass die Suche nach Frischwasser ein Problem für Morgen-Stefan und Morgen-Kathrin sei und machten uns auf den Weg zum alten Aquädukt.
Die Kommentare und Bilder hatten nicht zu viel versprochen. Der Platz war wunderbar ruhig und abgelegen und wir beendeten den Tag mit einem schönen Spaziergang.
Mitten in der Nacht wurde ich allerdings ziemlich unsanft geweckt. Ich hatte Geräusche gehört. Es klang, als würde jemand gegen das Chassis klopfen. So, als würde jemand versuchen hineinzukommen.
Als ich vorsichtig durch die Verdunkelungen spähte, konnte ich allerdings nichts erkennen.
Dann hörte ich das Geräusch erneut.
Diesmal vom Dach.
Als ich durch das Dachfenster nach oben schaute, sah ich lediglich den Schwanz einer Katze.
Und im selben Moment ertönte ein lautes:
MIAU!
Die Katze hatte großes Glück, dass ich bereits mein Schlaf-Outfit anhatte und sie sich auf dem Dach befand. Andernfalls wäre sie womöglich die erste Katzen-Astronautin auf dem Weg zum Mars geworden! 🚀🐈⬛💥
