
🇱🇹 Trakai
Nach den belebten Straßen von Vilnius sehnten wir uns nach ein paar ruhigen Tagen in der Natur. Der Nationalpark Trakai ist nur etwa eine halbe Stunde Fahrt entfernt, und wir hatten schon so viel von seiner Schönheit gehört. Leider war die Wettervorhersage nicht gerade toll, viel Regen war in Sicht. Wir haben allerdings schon vor langer Zeit beschlossen, dass wir Orte nicht nur bei Sonnenschein besuchen können. Sonst kämen wir ja nicht besonders weit, oder?
Also nahmen wir den Regen hin, erkoren einen der wenigen Parkplätze zu unserem Zuhause für die nächsten Tage und machten uns angesichts der späten Stunde auf zum einzigen Restaurant in der Gegend, das noch geöffnet hatte.
Das „Ambiente“ erinnerte an Omas Hobbykeller, und ein riesiger Fernseher an der Wand beschallte die Gäste in voller Lautstärke mit alles andere als entspannender Musik. Hust hust … ähm, uns. Andere Gäste gab es nämlich keine.
Die Köche beäugten uns äußerst misstrauisch, fast so, als nähmen sie es uns übel, dass sie unseretwegen arbeiten mussten. Aber das war uns egal. Wir hatten Hunger, und das Essen war wirklich köstlich! Etwa zwei Sekunden nachdem wir das Restaurant verlassen hatten, gingen die Lichter aus, die Köche sprangen in ein Auto und brausten davon. Wir dagegen liefen im strömenden Regen zurück zu Wilma.
In den nächsten Tagen besserte sich das Wetter ein klitzekleines bisschen, sodass wir uns an ein paar Spaziergänge wagten. Die geplanten Wanderungen mussten aber ausfallen.
Die Natur im Nationalpark ist phänomenal, und es ist wirklich schade, dass wir sie nicht in vollen Zügen genießen konnten.
