
Fantastische Strände und schlaflose Nächte
Nach unserem Besuch in Reine und dem winzigen Ort Å am Ende der Straße ging unsere Reise weiter nach Vikten – ein kleines, ruhiges Dorf mit einer Glasbläserei und einem traumhaften Strand.
Das Licht dort war einfach zauberhaft. Weich, golden und ständig im Wandel verwandelte es die Landschaft in ein lebendiges Gemälde. Kein Wunder also, dass sich dort gleich eine ganze Gruppe Fotografen versammelt hatte, um genau diese Stimmung einzufangen. Wir sahen zu, wie die Sonne langsam im Meer versank, hörten dem sanften Rauschen der Wellen zu und konnten unser Glück kaum fassen, genau hier stehen zu dürfen, direkt am Wasser. Die Gegend war wie gemacht für ausgedehnte Strandspaziergänge, und wir verbrachten zwei herrlich entspannte Nächte inmitten von Ruhe und Meeresluft.
Von Vikten aus ging es weiter nach Napp, ein kleines Fischerdorf, in dem wir uns direkt am Hafen niederließen.
Für das Wochenende steuerten wir schließlich das Lofoten Beach Camp an, einen Platz, der uns wärmstens empfohlen worden war und direkt an einem der beliebtesten Surfstrände der Inseln liegt. Der Campingplatz war gut, das Café gemütlich und überall lag diese entspannte Surfer-Atmosphäre in der Luft. Alles fühlte sich ziemlich perfekt an…. bis wir auf den Wetterbericht schauten.
Für die Nacht war Sturm angekündigt.
Und was sollen wir sagen…
Stürme kannten wir zwar schon aus Wales, aber das hier war noch mal eine ganz andere Hausnummer. Der Wind rüttelte so heftig an unserem Van, dass sich die Wände nach innen drückten. Zwischendurch hatten wir ernsthaft das Gefühl, wir könnten gleich umkippen. Schlaf? Nun ja… nennen wir es einen Versuch.
In der zweiten Nacht wurde es sogar noch schlimmer. Weil wir am Strom angeschlossen waren, konnten wir nicht einfach davonfahren, also hieß es: durchhalten, während draußen der Sturm weiter tobte.
Am nächsten Morgen krochen wir völlig übernächtigt aus dem Van und retteten uns ins Café, dort wackelte wenigstens nichts. Von unserem sicheren Platz aus beobachteten wir furchtlose Surfer, die sich in die tosenden Wellen stürzten, dick eingepackt in Neoprenanzüge. Wir hätten auch gern gesurft, aber bei diesen Bedingungen war uns das dann doch eine Nummer zu wild.
Nächstes Mal vielleicht.
