
Strom für unser Leben im Van: Wir bauen Sonnenkollektoren aufs Dach
Wenn du schon mal davon geträumt hast, mit deinem Van abseits der Zivilisation zu reisen und trotzdem genug Strom für deine Gadgets, Lampen oder sogar einen Kühlschrank zu haben, dann ist das hier genau das Richtige für dich. Wir haben gerade die Installation von Solarmodulen auf unserem Van abgeschlossen – und das hat alles verändert.
Aber ich muss dir sagen: Es war nicht alles eitel Sonnenschein. Schauen wir uns mal an, wie es gelaufen ist, was wir benutzt haben und was wir gelernt haben.
Was wir installiert haben
Wir haben uns für zwei hocheffiziente 200-W-Solarzellen entschieden, die uns insgesamt 400 W liefern. Das sollte mehr als genug sein, um unsere Batterien bei Laune zu halten, auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt.
Um das Beste aus dieser Solarenergie herauszuholen, haben wir die Module mit einem Victron Energy SmartSolar MPPT 100/30 Laderegler kombiniert. Es handelt sich um ein 30-A-Modell, das ziemlich einfach zu bedienen ist – vor allem, weil man alles über Bluetooth von seinem Smartphone aus überwachen kann.
Ein Teil der Verkabelung war schon vorinstalliert und verlief von einem der Schränke zur Batterie, was uns viel Zeit gespart hat.
Die Sache ist die: Wir hatten schon einen externen Anschluss für ein mobiles 340-Wp-Solarpanel. Das war superpraktisch, um die Batterien aufzuladen, wenn wir auf einem Campingplatz oder in der Natur geparkt haben. Aber unsere 540-Ah-Lithiumbatterie ist ein echtes Energiehungerlein, und wir wollten sichergehen, dass wir so viel Sonnenenergie wie möglich nutzen. Mit diesem Upgrade können wir genau das machen – und noch besser: Wir laden überall „grün“ auf. Wir brauchen uns nicht auf das Stromnetz oder einen Generator zu verlassen, wenn die Sonne die Arbeit übernehmen kann.
Das Dach-Platz-Puzzle
Das Dach unseres Vans war echt eine Herausforderung. Wir haben Lüftungsöffnungen, Dachreling und eine große 5G-Antenne, die alle um Platz kämpfen. Eine Anordnung zu finden, die zu beiden Panels passt und trotzdem eine gute Sonneneinstrahlung ermöglicht, war wie Tetris spielen.
Am Ende haben wir die Paneele parallel zueinander montiert und die Kabel mit einer flachen Kabelverschraubung in den Van geführt. Ein Paneel ist etwas näher am Dachrand, als wir es normalerweise gerne hätten, aber es war die einzige Möglichkeit, es mit allem anderen dort oben zum Funktionieren zu bringen.
Kleber, Schweiß und 5 Stunden später
Wegen der Antenne und ein paar unebenen Stellen mussten wir ordentlich Kleber draufpacken. Wir haben Dekalin-Dichtungsmittel genommen – und sagen wir mal so: Wir haben uns nicht zurückgehalten. Jetzt bleibt alles an seinem Platz, selbst auf holprigen Bergstraßen.
Die komplette Installation hat etwa fünf Stunden gedauert. Dazu gehörte:
- Ausmessen und Planen des Layouts
- Bohren der Kabeleinführungsstelle
- Ordentliches Abdichten
- Montieren der Paneele
- Verkabeln des Ladereglers
- Und Testen, ob alles funktioniert
Es war ein bisschen wie ein Marathon, aber am Ende hat es sich total gelohnt.
Das Endergebnis
Jetzt haben wir ein Setup, das unsere Akkus den ganzen Tag über im Hintergrund auflädt. Egal, ob wir in den Bergen unterwegs sind oder am Strand parken, wir müssen uns keine Sorgen machen, dass uns der Strom ausgeht oder wir irgendwo anschließen müssen.
Es ist auch echt befriedigend zu wissen, dass die Sonne dafür sorgt, dass alles läuft. Kostenlos, erneuerbar und sauber.
Was wir gelernt haben
- Plan dein Dach sorgfältig. Der Platz wird schnell knapp, wenn du Antennen, Lüftungsöffnungen und andere Ausrüstung einbaust.
- Nimm reichlich Dichtungsmasse. Du willst doch keine undichten Stellen in deinem Van.
- Überprüfe die Verkabelung doppelt. Vorinstallierte Kabel sind praktisch, aber stell sicher, dass sie den richtigen Querschnitt haben und dorthin führen, wo du sie haben willst.
- Bluetooth-Überwachung ist super. Mit der Victron-App kannst du die Solareingangsleistung, die Batteriespannung und die Systemleistung direkt von deinem Smartphone aus überprüfen.
Würden wir es wieder tun?
Auf jeden Fall. Durch die Installation von festen Solarmodulen auf dem Van sind wir jetzt viel unabhängiger. Das ist eine Sorge weniger, wenn wir fernab der Zivilisation unterwegs sind, und bedeutet, dass wir länger an schönen Orten bleiben können, ohne Strom anzuschließen.
Wenn du darüber nachdenkst, das Gleiche zu tun – mach es! Und wenn du Fragen dazu hast, wie wir es gemacht haben, kannst du dich gerne an uns wenden.
Bleib sonnig!
