
Tromsø – Das Tor zur Arktis
Wir haben ein paar unglaubliche Tage in Tromsø verbracht, das oft als „Tor zur Arktis” bezeichnet wird. Es ist die größte Stadt in Nordnorwegen und wurde im 19. Jahrhundert von einem französischen Besucher als „Paris des Nordens” bezeichnet. Nachdem wir einige Zeit hier verbracht haben, verstehen wir warum – die Stadt ist lebhaft, stilvoll und voller Überraschungen, selbst so weit oberhalb des Polarkreises.
Unsere erste Station war die Eiskirche (Ishavskatedralen), eine der markantesten und modernsten Kirchen Norwegens. Mit ihrer auffälligen dreieckigen Form, die von arktischen Eisbergen inspiriert ist, ist sie nicht zu übersehen.
Um die Stadt richtig zu erleben, haben wir uns entschieden, den Berg Storsteinen zu erklimmen. Der Weg hat über 1.000 Steinstufen, die als „Sherpatrappa” bekannt sind und von nepalesischen Sherpas gebaut wurden – ein netter Hauch von Himalaya-Handwerkskunst in der Arktis. Die Aussicht vom Gipfel war die Mühe echt wert: Tromsø lag unter uns, umrahmt von Fjorden und Berggipfeln.
Zurück in der Stadt haben wir es ruhig angehen lassen und sind durch die Straßen gebummelt. Tromsø hat die perfekte Mischung aus Gemütlichkeit und Coolness: Cafés, Outdoor-Läden und hier und da ein Rentier-Souvenir. Wir konnten nicht widerstehen und haben uns einen norwegischen Pullover aus Merinowolle (weil es hier kalt werden soll) und ein Paar richtige Fäustlinge gekauft. Um uns aufzuwärmen, haben wir eine Pause mit Kaffee und Kuchen eingelegt – die norwegische Art, der Kälte zu trotzen! Später am Tag gönnten wir uns einen Veggie-Burger und einen Milchshake in einem wirklich coolen Restaurant. Lecker, ja – aber auch etwas teuer. Die norwegischen Preise sind nicht ohne!
Das eigentliche Highlight kam später am Abend, als wir eine Sitzung in einer schwimmenden Sauna direkt im Hafen gebucht hatten. Das Design, inspiriert von traditionellen Fisch-Trockengestellen, war atemberaubend, und die Lage war perfekt – direkt am Wasser, umgeben von Bergen. Nach ein paar Runden in der Sauna war es Zeit für die ultimative Herausforderung: den Sprung in den Arktischen Ozean, der mit 6 °C ziemlich frisch war 🥶. Ich musste mich mental ein bisschen darauf vorbereiten, aber schließlich habe ich den Sprung gewagt! Stefan hingegen entschied sich, der offizielle Fotograf des Events zu sein. Sagen wir einfach, einer von uns hat sich an diesem Abend ein paar zusätzliche Prahlerechte verdient! 😏
Gerade als wir dachten, der Tag könnte nicht besser werden, zeigte Stefan auf dem Rückweg plötzlich zum Himmel und meinte: „Es leuchtet grün!“
Und tatsächlich, da waren sie: unsere ersten Nordlichter. Sie schimmerten über der Stadt und tanzten sanft über den Nachthimmel.
Es war der perfekte Abschluss eines unvergesslichen Wochenendes in Tromsø, einem Ort, an dem die Arktis wirklich lebendig wird und an dem einer von uns, nämlich ich, jetzt den Status eines zertifizierten Eisbären erreicht hat. 🐻❄️ 😆
