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Bild von einem Auto auf dem Wiener Prater-Kettenkarussell
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Ein Wochenende in Wien

19. September 2025Von Kathrin
Zurück zu allen GeschichtenLesezeit ~3 Minuten

Wir kamen an einem Freitagabend in Wien an und checkten auf einem belebten Campingplatz ein. Zum Glück fanden wir einen ruhigen Platz in der hinteren Ecke. Das Wetter spielte an diesem Wochenende mit, es war blau und sonnig, und wir freuten uns riesig darauf, Wien zu erkunden.

Und was soll ich sagen: Wien ist einfach überwältigend. Ein Spaziergang durch die Stadt fühlt sich an, als würde man ein riesiges Freilichtmuseum betreten. An jeder Ecke gibt's ein neues architektonisches Meisterwerk oder eine historische Geschichte zu entdecken, die in Stein gemeißelt ist. Kein Wunder, dass Wien immer wieder zu den lebenswertesten Städten der Welt zählt.

Wir sind direkt im Zentrum angekommen, sind an der U-Bahn-Station Stephansplatz ausgestiegen und wurden von der beeindruckenden St. Stephanskathedrale begrüßt.

Hoch aufragend, gotisch und unübersehbar, gab sie den Ton für das Wochenende vor: groß, beeindruckend und atemberaubend. Mit 136 Metern war der Südturm des Doms bei seiner Fertigstellung im 15. Jahrhundert das höchste Gebäude Europas. Auch heute noch ist er das wichtigste Wahrzeichen Wiens.

Als Nächstes gingen wir zur Karlskirche, die mit ihrer barocken Kuppel im Sonnenlicht glänzte. Dann ging es weiter zur Hofburg. Im Michaelertrakt der Hofburg befindet sich auch die Spanische Hofreitschule, in der seit Jahrhunderten elegante Lipizzaner-Pferde auftreten. Die 1572 gegründete Schule ist die älteste klassische Reitschule der Welt, und die Pferde werden noch immer auf die gleiche traditionelle Weise ausgebildet.

Natürlich durften wir das legendäre Hundertwasserhaus, eine der ausgefallensten Sehenswürdigkeiten Wiens, nicht verpassen. Es wurde vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen und ist das genaue Gegenteil der klassischen Pracht der Stadt. Das 1985 fertiggestellte Gebäude hat unebene Böden und über 200 Bäume und Sträucher, die an der Fassade und auf den Balkonen wachsen. Hundertwasser hat für den Entwurf nie Geld verlangt; er wollte einfach mehr Farbe und Kreativität in das städtische Leben bringen. Wenn man davor steht, fühlt man sich ein bisschen wie in einem fröhlichen Tagtraum.

Wir sind auch durch den Prater, den legendären Vergnügungspark von Wien, spaziert, haben diesmal aber auf die Fahrgeschäfte verzichtet.

Was wir auch ausgelassen haben, war ein Stück der weltberühmten Sachertorte. Ich weiß, das ist echt krass. Stattdessen haben wir ein echtes Juwel entdeckt: das Secret Garden Café, ein super vegetarisches Restaurant, das wir echt empfehlen können. Wir sind auch über den Naschmarkt geschlendert, den bekanntesten Lebensmittelmarkt in Wien. Die Atmosphäre war echt lebhaft, aber die Verkäufer waren ein bisschen zu aufdringlich. Nachdem wir höflich etwa zwanzig Verkaufsgespräche abgewehrt hatten, gaben wir nach und kauften eine riesige Tüte mit der Gewürzmischung „Aglio e Olio”.

Wir besuchten das Schloss Schönbrunn, gingen aber nicht hinein. Das Wetter war viel zu schön, um es mit langem Anstehen zu verbringen, also bewunderten wir das barocke Meisterwerk und die Gärten von außen.

Mit über 1.400 Zimmern ist Schönbrunn ein Schloss, für dessen Besichtigung man Tage brauchen würde. Vielleicht war es also eine kluge Entscheidung, an einem sonnigen Wochenende auf die Innenbesichtigung zu verzichten.

Insgesamt hat uns Wien sehr beeindruckt – es ist eine großartige, elegante und unendlich faszinierende Stadt. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

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